Anne Frank

(c) 2015 Universal Pictures International

Das Tagebuch der Anne Frank –

Schulvorstellung für unsere 8. bis 10. Klassen am 9.5.2016

 

„Das Tagebuch der Anne Frank“ ist weltberühmt. In der literarischen Vorlage schildert Anne Frank mit eindrucksvoller Beobachtungsgabe, Klugheit und Humor ihr Leben und den Alltag im Hinterhaus der Amsterdamer Prinsengracht 263. Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren hatte sie sich dort mit ihrer Familie vor der Verfolgung durch die Nazis versteckt.

Mit Das Tagebuch der Anne Frank hat Regisseur Hans Steinbichler die weltbekannte Geschichte neu verfilmt. Das Drehbuch orientiert sich sehr eng am Original-Tagebuch und anderen persönlichen Aufzeichnungen – von Anne Frank, ihrer Familie sowie Zeitzeugen. Er kommt damit einem Mädchen sehr nahe, das den Krieg erlebt, das aber auch Zukunftspläne schmiedet, das sich mit den Eltern und der Schwester streitet und erstmals verliebt. Und das trotz seiner ausweglosen Situation und den damit verbundenen Ängsten an seinen Hoffnungen, Sehnsüchten und Träumen festhält. Das Tagebuch der Anne Frank ist ein sehr persönliches, bewegendes und inspirierendes Porträt eines Mädchens, einer Familie, ihrer Begleiter und einer prägenden Zeit.

Quellennachweis: http://www.moviejones.de/galerien/f43267b38898/tagebuch-der-anne-frank.html

Mit gespannter Erwartungen strömten die gut 180 Schülerinnen der 8.- 10. Klassen in den Kinosaal des Cineplex, um sich in einer Schulvorstellung den von der Deutschen Film- und Medienbewertung als „besonders wertvoll“ ausgezeichneten Dokumentarfilm „Das Tagebuch der Anne Frank“ anzusehen. Zwar wurde das „Tagebuch“ schon mehrmals verfilmt, doch liegt die große Stärke dieser Verfilmung in der intensiven Darstellung der Menschlichkeit der Hinterhaus-Bewohner und ihrer Unterstützer. Dadurch konnten sich die Schülerinnen stark mit Anne identifizieren und dadurch wurde die Entmenschlichung der Juden am Ende des Films, als sich Anne und ihre Mutter und Schwester der menschenverachtenden Aufnahmeprozedur der Nazis im Konzentrationslager Auschwitz unterziehen mussten, geradezu fühlbar. So wechselten sich während der Vorführung heiteres Gelächter über manche gefilmten Alltagsszenen in der Familie mit Mitgefühl und Entsetzen über die einfühlsam dargestellten Probleme der Eingeschlossen und über Annes für sie oft gut nachvollziehbare pubertäre Verzweiflung. Und fassungslose, entsetzte Stille trat ein bei der Darstellung der Aufnahmeprozedur, der sich Anne und ihrer Familie in Auschwitz unterziehen mussten.

Zurück in der Schule wurde in den anschließenden Stunden sehr deutlich, wie beeindruckend der Film für die Schülerinnen war und wie sehr sie sich mit Anne identifizieren konnten. Sehr schnell verbanden sie den Beginn der Hetze gegen die Juden durch die Nazis mit der heutigen Situation in Deutschland in Bezug auf die Flüchtlinge, die AfD und Pegida. „Es liegt auch an uns, dass sich das nicht in ähnlicher Form wiederholt,“ äußerte sich eine Schülerin aus der 8a.

                                                                                                                        Text und Foto: K. Reinstadler