Kinderhospiz

Malkurs für sterbenskranke Kinder

Spendenaktion der Klasse R 10a für das Ambulante Kinderhospiz

Bild 1

Unter dem Motto „St. Michael bewegt“ beging die Realschule St. Michael in diesem Schuljahr ihr Patronatsfest und hat an diesem Tag mit ihren Schülerinnen und Lehrer/innen zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt, deren Erlös Klimaschutzprojekten und caritativen Organisationen gespendet werden sollte.

Die Schülerinnen der Klasse 10a stellten sich an diesem Tag in die Schulküche und backten Waffeln und Kekse, die sie an die Schülerinnen und an Passanten in der Westernstraße verkauften. Der Erlös sollte – so die einhellige Meinung – an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter gehen, mit dem die Schule seit einigen Jahren eine besonderer Verbundenheit pflegt. Doch war es den Schülerinnen wichtig, das Geld nicht einfach nur zu spenden, sondern sie wollten den sterbenskranken Kindern eine greifbare Freude machen. Ein Anruf bei den Koordinatorinnen des Kinderhospizes ergab, dass sie im Frühjahr diesen Jahres mit einer dem Hospiz verbundenen Künstlerin einen Malkurs für die Kinder und ihre Angehörige anbieten wollen. Hierfür waren noch Materialien und Schutzschürzen vonnöten. Mit Begeisterung griffen die Schülerinnen diese Möglichkeit auf: Während ein Teil von ihnen im Textilunterricht und Zuhause bunte Schürzen für Groß und Klein nähten, begab sich eine andere Gruppe mit ihrer Klassenlehrerin K. Reinstadler in die Stadt um alle möglichen Malutensilien entsprechend der Einkaufsliste der Künstlerin einzukaufen.

Schließlich machte sich die ganze Klasse auf den Weg, die Spende selbst im Kinderhospiz abzugeben und dabei persönlich über die Arbeit des Kinderhospizes informiert zu werden.

 Text und Fotos: K. Reinstadler

Am Donnerstag den 19.02.14 fuhren wir Schülerinnen der 10a mit dem Bus zum Kinderhospiz Paderborn.

Als die Klasse am Hospiz ankam, wurden sie von Frau Stefanie Traub, einer der Koordiantorinnen, empfangen. In einem Raum saßen die Mädchen im Kreis und Frau Traub erzählte etwas über die Arbeit im Kinderhospiz sowie auch über die der Ehrenamtlichen.

Bild 2

Wir erfuhren, dass die sterbenskranken Kinder nicht nur traurig sind, sondern auch viel lachen und mit ihren Angehörigen Schönes erleben wollen. Dass die Arbeit manchmal schwer ist, gab die Koordinatorin offen zu, doch gäbe es auch viele schöne und bereichernde Momente. Auch Fragen wurden sehr offen von der Vorsitzenden beantwortet. So wollte eine von uns Schülerinnen wissen, wie es sei, wenn eines der betreuten Kinder sterbe. Die Mitarbeiterin zeigte uns daraufhin einen Zweig, der in der Ecke des Raumes hing und an dem mehrere kleine Papieranhänger hingen. Jeder dieser unterschiedlichen Anhänger stehe für eines der verstorbenen Kinder, für etwas was es sehr gemocht oder gerne getan habe.

Bild 3

Wir stellten fest, dass der Empfangsraum, in dem wir saßen, sehr freundlich und farbenfroh aussah. Dieses positive Umfeld sei für die hierhin kommenden Kinder und ihre Angehörigen sehr wichtig, erklärte die Mitarbeiterin. Das große Bild, unter dem einige von uns saßen, sei von der Künstlerin gemalt worden, die den Malkurs im Kinderhospiz durchführen wird. Es zeigt ein Kind mit bunten Luftballons und erinnert an den Brauch der Kinderhospiz-Mitarbeiterinnen, nach der Trauerfeier für ein verstorbenes Kind bunte Luftballone in den Himmel steigen zu lassen.

Bild 4

Zum Schluss übergaben wir stolz unsere Spenden an die Koordinatorin, die sich über die bunten Schürzen und all das Material sehr freute. Als kleine Erinnerung konnten wir uns auch einen Flyer und Werbepflaster mitnehmen und wir verabschiedeten uns mit einem guten Gefühl vom Kinderhospiz. Anschließend ging es mit dem Bus wieder zur Schule, wo wir Mädchen dann weiter dem Unterricht folgen mussten.

                                                            Text: Anna Menzel und Annika Jürgens 10a

Bild 5