Klosterführung

Klasse 5c blickt hinter Klostermauern

Bild Klosterführung

Am Dienstag, den 27. Oktober waren wir, die Klasse 5c der Realschule St. Michael, in einer Arbeitsstunde mit Frau Ewers in dem Kloster der Augustiner Chorfrauen. Am Treffpunkt in der Klostereingangshalle wartete Schwester Theresia schon auf uns.

Sie führte uns durch einzelne Räume des Klosters und erzählte uns, wie das Kloster gebaut wurde. Das Michaelskloster in Paderborn ist über 375 Jahre alt. Außerdem feiern wir in diesem Jahr den 450-jährigen Geburtstag des Ordensgründers Pierre Fourier.

In der Mitte des letzten Jahrhunderts lebten ca. 50 Ordensfrauen im Michaelskloster, heute sind es elf Schwestern. Die älteste Schwester, Schwester Raphaele, ist 84 Jahre alt und hat gerade ihr Diamantenes Profess-Jubiläum gefeiert, die jüngste ist Schwester Emanuela mit 37 Jahren.

Nachdem wir die Treppen in der Eingangshalle hochgegangen waren, haben wir  uns auf dem großen Flur ein Gemälde des hl. Augustinus angesehen, er hält ein brennendes Herz in seiner Hand, was bedeutet, dass er „Feuer und Flamme für Gott ist“, so wie die Schwestern aus großer Gottesliebe ins Kloster eingetreten sind.

Die Augustiner Chorfrauen haben insgesamt vier Ordensgelübde abgelegt: das Versprechen der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams sowie der Mädchenerziehung. Die Schwestern beten fünfmal am Tag das Stundengebet im Chor in ihrer Klosterkirche, wozu auch immer Gäste zum Mitbeten willkommen sind.

Im Klosterflur haben wir dann noch zwei weitere Gemälde gesehen, links ein Bild von Alix le Clerc und rechts von Pierre Fourier. „Alix le Clerc war die erste Augustiner Chorfrau“, hat Schwester Theresia uns erzählt. Es war sehr spannend ihr zuzuhören. Mit der Hilfe von Pierre Fourier hat Alix le Clerc in Lothringen die erste Gemeinschaft der Augustiner Chorfrauen gegründet, die sich um die Erziehung von Mädchen kümmerte.

Dann sind wir in den Gemeinschaftsraum der Schwestern, den Konventsraum,  gegangen. In diesem Zimmer steht ein großer Tisch mit vielen Stühlen. Schwester Theresia hat uns erklärt, dass die Schwestern nicht viele Möbel o.Ä haben. Im Konventsraum kommen die Schwestern regelmäßig zusammen, besprechen etwas, machen Gesellschaftsspiele oder gucken die Nachrichten im Fernsehen.

Wir durften Schwester Theresia noch viele Fragen stellen und haben viele spannende und interessante Antworten bekommen.

Anschließend gingen wir in einen Raum mit vier großen Gedenktafeln, wo alle verstorbenen Schwestern mit Geburtsdatum, Sterbedatum und dem Datum der Ablegung der Ordensgelübde aufgeführt sind. Jede Schwester hat den Namen Maria, zum Beispiel Schwester Maria Anna.

Zum Schluss waren wir noch im Meditationsraum, der sehr ansprechend und ruhig wirkte. Die elf Stühle in dem Raum standen im Kreis und waren mit weichen, kuscheligen Schaffellen bedeckt.

Hier haben wir uns bei Schwester Theresia für die schöne Führung bedankt. Unsere Klasse hat viel gelernt!

                                                                                              Textcollage: Klasse R 5c/ Monika Ewers/Foto: Malin Wagner