Konsumkompass

Konsum Kompass: Das alltägliche Leben nachhaltig gestalten

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Vor den Herbstferien besuchten die Klassen 10 a und 10 b im Rahmen des Hauswirtschafts- und Textilunterrichtes mit ihren Lehrerinnen Frau Bödefeld und Frau Dornfeld-Scheid sowie Frau Finger und Frau Ewers die Wanderausstellung „Konsum Check“ im HNF-Museum.

Nach allgemeinen Informationen zu Elektroschrott und dessen Verwertung in den Entwicklungsländern haben wir in Gruppen jeweils eine Station zu den Themen „Label: Aufschlussreich!“, Handy & Co., Bekleidung und Wohnraumgestaltung bearbeitet und eine Präsentation für unsere Mitschülerinnen angefertigt.

Heutzutage beeinflussen Güte-Siegel und Label unsere Kaufentscheidungen. Die Siegel informieren uns zum Beispiel darüber, wie das Produkt hergestellt wurde oder welche Auswirkungen es auf die Umwelt oder unsere Gesundheit hat. Außerdem erhalten Produkte ein Siegel, wenn sie staatlich kontrolliert werden, was dann auch den fairen Umgang mit den Arbeitern bestätigt.

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Einige Siegel sind zum Beispiel „Blauer Engel“, „Europäisches Umweltzeichen“, „EU-Energielabel“, „Plant-For-The-Planet“ oder „MSC“. Das Siegel „MSC“ garantiert einen Fischfang, bei welchem auf den Erhalt von Fischbeständen geachtet wird. Der „Blaue Engel“ achtet auf Umweltschutz, Energieverbrauch oder auch auf verschiedene Chemikalien. Das „EU-Energielabel“ beschäftigt sich intensiv mit dem Wasserverbrauch.  (Melina, Jasmin, Laura, Noelle, Luca-Felicitas)

In einem Handy stecken viele wertvolle Stoffe, die recycelbar sind, zum Beispiel Kunststoffe, Keramik und Metalle, die sich in den Gehäusen, Akkus, Leiterplatten und Mikrofonen befinden. Daraus sind Gold, Silber und Indium wiederverwertbar. Die wiederverwertbaren Stoffe werden in den Entwicklungsländern zur Versorgung der Familien durch Verbrennung von Kabeln etc. freigelegt. Dabei entstehen jedoch gesundheitsschädliche, giftige Gase, die durch die Kleidung der Arbeiter auch in die Familien übertragen werden. Für uns bedeutet das, elektronische Geräte so lange wie möglich zu nutzen und fachgerecht in Recyclingzentren zu entsorgen. (Melina, Christina, Maike)

In der Gruppe „Umweltbewusst einrichten“ konnten wir virtuell ein Zimmer gestalten. Das Besondere daran war, dass alle Möbel und auch die Tapete sowie der Fußboden umweltfreundlich waren. Dabei wurden alte Gegenstände verwendet, die dann zu modischen Möbelstücken umfunktioniert wurden. Aus alten Federbällen wurde zum Beispiel eine Lampe hergestellt und ein alter Autoreifen diente als Umrandung eines Spiegels. Sogar die Wandfarbe hatte ein Siegel vom Blauen Engel. Wenn man das Zimmer dann fertig gestaltet hatte, wurde ein Einrichtungstyp ermittelt. All das sollte uns zeigen, dass man auch umweltbewusst modisch leben kann. Durch die Wiederverwendung solcher Sachen entsteht weniger Müll, man kann Geld sparen und die Umwelt kann geschützt werden. (Miriam, Luisa, Céline)

Beim Thema Bekleidung erfuhren wir, dass eine Jeans während ihrer Herstellung insgesamt elf Länder bereist und eine Strecke von über 10 000 Kilometer zurücklegt. In Asien werden die meisten Produktionsschritte durchgeführt. Bei der Herstellung der Jeans bekommen die die Arbeiter nur 1 Prozent des Gewinns.

Tipps, um die Umwelt zu schützen: Man könnte die Wäsche, wenn eben möglich, bei niedrigeren Temperaturen in der Waschmaschine waschen, an der Luft anstatt im Trockner trocknen und die Kleidung auch länger tragen. (Alexandra und Katharina)

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Keiner kann sich einen Alltag ohne Papier vorstellen. Wir haben erfahren, dass es eigentlich einfach ist, Papier durch recyceltes Papier zu ersetzen. Herausgestellt haben wir, dass Papier bis zu sechsmal neu verarbeitet werden kann. Recycling-Papier riecht anders, hat eine andere Farbe, ist weicher und reißfester und es wird nicht mit schädlichen Chemikalien behandelt. (Marie, Luisa)

Zusammenfassend kann man sagen, dass jeder in der Lage ist, die Umwelt zu schützen, indem man vielleicht öfter auf Recycling-Papier zurückgreift. (Luisa)

Unserer Meinung nach war die Ausstellung sehr informativ und aufschlussreich. Auch wenn schon einige Informationen bekannt waren, haben wir viel Neues gelernt. Des Weiteren hat es Spaß gemacht, zusammen mit einer Gruppe die neuen Themen zu bearbeiten. (Melina, Jasmin, Laura, Noelle, Luca-Felicitas)

Bei manchen Themen hatten wir schon Vorwissen, welches sich trotzdem ergänzen und auffrischen ließ. (Céline)

Dies mag auch daran liegen, dass im Unterricht immer wieder solche Themen integriert werden, haben die St. Michaelsschulen doch gerade erst die Auszeichnung „Faire Gemeinde“ für nachhaltiges Arbeiten erhalten.

Text: Klasse 10 b / M. Ewers

Fotos: M. Ewers