Luthervortrag

500 Jahre nach der Reformation –

Martin Luther aus katholischer Sicht

 

Gut besucht war der Vortrag von Dr. Burkhard Neumann vom Johann-Adam-Möhler-Institut am vergangenen Donnerstag in der Aula unserer Schule, der vom Schulpastoralkreis organisiert worden war.

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Der Referent hat es verstanden, anregend und informativ in das Lutherverständnis innerhalb der katholischen Kirche des 20. Jahrhunderts einzuführen.

Dabei wurde ein starker Wandel der Auffassungen deutlich: Von einer verbissen antilutherischen Meinung bis zur ernsthaften Würdigung des frommen Christenmenschen Martin Luther.

Letztere hat sich bis heute mehr und mehr durchsetzen können.

Die Päpste Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus haben jeweils bei passenden Gelegenheiten auf Luther Bezug genommen: Gewürdigt wurden z.B. die durch Luther voran getriebene Entwicklung der deutschen Sprache und die ins schriftliche Wort gefasste Theologie, die Frage der Stellung des Menschen vor Gott, die zentrale Bedeutung von Jesus Christus für unseren Glauben sowie die für alle geltende Frage nach Schuld und Buße.

Wie können katholische Christen das Jubiläum der Reformation mit den evangelischen Christen gemeinsam begehen? Folgende Möglichkeiten wurden genannt:

  • dankbar sein für das gemeinsame Zeugnis für Jesus Christus,
  • dankbar sein für das, was wir voneinander lernen konnten und können,
  • dankbar sein dafür, dass wir als Glaubensgeschwister miteinander verbunden sind.

So können wir in ökumenischer Verbundenheit miteinander den Glauben feiern als „Christusfest“, an Martin Luther als einen wachen und aktiven Zeugen Jesu Christi denken und dabei frei von jeder Heldenverehrung bleiben.

Text und Fotos: B. Schmidt, A. Kohle

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