Pierre Fourier

Pierre Fourier – Reformator der Pädagogik seiner Zeit Augustiner Chorfrauen und St.-Michael-Schulen feierten 450. Geburtstag des heiligen Pierre Fourier

Paderborn (pdp). Pierre Fourier hat zu seinen Lebzeiten die Pädagogik aus christlichem Glauben grundlegend reformiert. Seinem 450. Geburtstag gedachten am Montag die Ordensschwestern der Augustiner Chorfrauen, dessen Ordensgründer Pierre Fourier ist, gemeinsam mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Generalvikar Alfons Hardt, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, der Schulgemeinde der St.-Michael-Schulen in Paderborn sowie zahlreichen Freunden und Gästen des St. Michael Klosters.
„Pierre Fourier hat – zusammen mit der seligen Alix le Clerc – zu seiner Zeit die Pädagogik reformiert. Von ihm und seinem Auftrag fühlen wir uns an St. Michael auch heute noch verpflichtet“, betonte Pastor Achim Hoppe, Schulseelsorger an den St.-Michael-Schulen. Gerade für die Bildung und Erziehung von Mädchen habe er sich stark gemacht und sei ein Wegbereiter gewesen.
Und ohne Pierre Fourier gäbe es auch die Augustiner Chorfrauen nicht, die vor rund 350 Jahren nach Westfalen kamen und in Paderborn über die Jahrhunderte Akzente gesetzt haben. Heute ist die kleine Ordensgemeinschaft nicht nur aufgrund der Nachbarschaft immer noch eng mit den beiden Schulen (Gymnasium und Realschule) verbunden. Seit dem 1. August 2012 hat das Erzbistum Paderborn die Trägerschaft für beide Schulen übernommen.
Mit einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Ehren des 450. Geburtstags von Pierre Fourier begann der Festtag. „Sein Lebenslauf ist sehr spannend“, fand Erzbischof Hans-Josef Becker in der Vita viele Anknüpfungspunkte, die er den Schülerinnen und Schülern im voll besetzten Dom mit auf den Weg gab. Pierre Fourier habe gewusst, was er wolle und habe Ziele vor Augen gehabt. „Jeder Mensch braucht ein Ziel, etwas, das er im Leben erreichen will“, appellierte der Erzbischof an die jungen Gläubigen, sich Fouriers Satz zu Herzen zu nehmen: „Entdecke und entfalte, was in dir steckt.“ Die katholischen Schulen sollen Orte sein, an denen junge Menschen gefördert werden.
Um seine Ziele zu erreichen, so der Erzbischof, brauche man aber Disziplin und Ausdauer: „Bleibt also neugierig auf die Welt und die Menschen.“ Auf dem Weg der Orientierung sei der Glaube ein wichtiges Fundament. Pierre Fourier habe es damals vorgelebt und durch Taten seine Mitmenschen überzeugt. Mit Gottes Hilfe und mit Vertrauen auf ihn sei auch Angst zu überwinden. Das habe auch Pierre Fourier vorgelebt. „Das ist auch mein Wunsch an Euch: Hört niemals auf, mit Gott zu sprechen und an ihn zu denken.“
Grußworte an die zahlreichen Gäste des Festaktes richteten die Schulleiterinnen Elisabeth Cremer (Gymnasium) und Gertrud Oppenhoff (Realschule) und machten auf die Aktivitäten der beiden Michaelsschulen aufmerksam. Pastor Achim Hoppe beschrieb die Historie von Fourier. Das Leben und Werk des Ordensgründers stellten vor allem die Schülerinnen und Schüler der St. Michael-Schulen in der Feierstunden in der Aula vor. Zitierte Auszüge aus Briefen des Heiligen vermittelten ansprechend sein Denken. Als der „gute Pater von Mattaincourt“ machte sich Fourier auch bei Skeptikern einen Namen. Ehrfurcht, Leidenschaft für den Glauben und seine äußerste Bescheidenheit beeindruckten die Menschen. Seinen Worten ließ er praktische, gute Taten folgen. Die Losung „Mach Dein Herz weit für Gott und den Nächsten“ macht auch heute das Leben an den Michaelsschulen aus.

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Die Ordensgemeinschaft der Augustiner Chorfrauen aus Paderborn gedachte des 450. Geburtstags des Ordensgründers Pierre Fourier.

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Erzbischof Hans-Josef Becker feierte das Pontifikalamt zu Ehren von Pierre Fourier gemeinsam mit Pastor Achim Hoppe, Generalvikar Alfons Hardt, Monsignore Christian Reinhardt und Dompropst Monsignore Joachim Göbel.