Projektwoche

Fortführung des Klimaschutzprojektes:

Projektwoche Klimaschutz der Jahrgänge 7 und 8 vom 28.9. – 2.10.2015

Bild Projektwoche

Wenn an vielen kleinen Orten
viele kleine Menschen
viele kleine Dinge tun,
wird sich das Angesicht unserer Erde verändern.

(Afrikanisches Sprichwort)

 

Während ein Teil der Schülerinnen der Jahrgänge 7 und 8 auf ihrer Sprachreise in Bristol waren, kümmerten sich die zurückgebliebenen Schülerinnen um ein wichtiges und unsere Schule nun schon seit zwei Jahren intensiv beschäftigendes Thema: Was kann jeder einzelne von uns für den Klimaschutz tun?

Als Einstieg in die Projektwoche sahen wir uns zunächst in der Aula alle gemeinsam den halbstündigen Film „Essen im Eimer“ an, in dem es um unser leichtfertiges Wegwerfen von Nahrungsmitteln in den wohlhabenden Industrieländern geht, welches wiederum dazu führt, dass sich die Lebensmittel für die ärmeren Länder dermaßen verteuern, dass die Menschen sich dort nicht genug zu essen leisten können. Über einen anschließenden Film-Quiz kam es dann in den Klassen zu einer lebhaften Diskussion über den Film und seine Aussagen. Besonders die in dem Film vorgestellten „Mülltaucher“, die aus persönlicher Überzeugung aus Mülleimern noch essbare Lebensmittel für ihre Mahlzeiten zusammensuchen, beeindruckten die Schülerinnen sehr. Entsprechend abenteuerlich waren die von ihnen geschriebenen, auf einen vorgegebenen Anfang aufbauenden „Mülltaucherkrimis“, die ihnen als kleines literarisches Abenteuer in Auftrag gegebenen wurden. Danach untersuchten sie in Gruppen mit Hilfe eines „Umweltrechners“ im Internet vergleichend die Ökobilanz von Rindfleischhack und Erdbeeren und kamen zu dem Schluss, dass die Herstellung von Fleisch die Umwelt wesentlich mehr belastet als die Herstellung von Obst und Gemüse. Schließlich sammelten sie in einer gemeinsamen Diskussion Tipps für ein eigenes umweltschonendes Verhalten in Bezug auf ihren Nahrungsmittelverbrauch.

Am Dienstag begannen wir den Projekttag mit dem Anschauen einiger kurzen Werbespots für Nahrungsmittel. Nach einer kurzen gemeinsamen Analyse der in ihnen angewandten Mittel und Vorgehensweise sollten nun die Schülerinnen in Kleingruppen einen eigenen Werbespot erstellen, entweder als Plakat, als Videospot oder als Radiospot. Die dabei entstandenen ausgesprochen kreativen und z.T. erheiternden Werke wurden am Ende des Projekttages in der Klasse präsentiert und besprochen.

Am dritten Projekttag sollten die Schülerinnen mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln (statt mit weitgereisten) ihr eigenes Mittagsmenu kochen. Hierzu gingen wir zunächst gemeinsam auf den Wochenmarkt, auf dem die Schülerinnen für ihr Pesto und ihre Quarkspeise mit frischem Obst in Kleingruppen einkaufen sollten. Bei regen Unterhaltungen mit Biobauern und konventionellen Marktbestellern lernten die Schülerinnen viel über  regionale frische Produkte und ihre Herstellungs- und Qualitätsmerkmale. Im Anschluss an diesen kleinen Ausflug wurden mit viel Elan und Spaß das Pesto und die Quarkspeise im Klassenraum zubereitet, während eine Abordnung von Schülerinnen in der Schulküche die Nudeln unter der fachkundigen Aufsicht von Frau Bödefeld bissfest kochten. Mit dem gemeinschaftlichen Essen der gemeinsam zubereiteten Köstlichkeiten beendeten wir einen lehrreichen und fröhlichen Projekttag.

Am Donnerstag besuchte der Jahrgang 7 den Recyclingbetrieb des ASP und der Jahrgang 8 das Wasserwerk Diebesweg in Marienloh. Die jeweiligen Führungen informierten die Schülerinnen intensiv über die Arbeitsweisen und Leistungen der die Natur schützenden und unser Leben so selbstverständlich erleichternden Betriebe.

Unter dem Eindruck der am Vortag gesehenen Müllberge stellten die Schülerinnen am letzten Projekttag aus im Laufe der Woche gesammeltem Restmüll kleine „Kunstwerke“ her: Der Jahrgang 7 bastelte Märchenfiguren aus alten Plastiktüten, Bändern. Kartons, Federn und vielem mehr. Der Jahrgang 8 widmete sich dagegen dem Bauen von Instrumenten aus Klo- und Küchenpapierrollen, Reis, Bändern und weiteren Müllresten sowie dem Kreieren von Hüten aus Styropor-, Stoff- und Papierresten. Nach dem Aufräumen der Klassenräume und dem Einüben des „Müllraps“ in der dritten Stunde, präsentierten zunächst vier Schülerinnen der 8a in der Aula mithilfe einer Bildergalerie den Verlauf der Projektwoche. Danach wurden einige der von den Schülerinnen erstellten Werbeclips gezeigt und anschließend päsentierten die Schülerinnen unter dem Motto „Upgrading – Kunst aus Müll“ ihre künstlerichen Werke der Realschulgemeinschaft und sangen zum Abschluss mit allen gemeinsam den „Müllrap“. Mit diesem stimmungsvollen Abschluss wurden schließlich alle in die wohlverdienten Herbstferien entlassen.

Hier finden Sie Bild-Impressionen zur Projektwoche:

Werbeclip Joghurt 8a

            (Text und Fotos: K. Reinstadler)