SchuBS 2018

SchuBS – Eine Erfahrung fürs Leben

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Kennt ihr SchuBS? Viele von euch werden das jetzt wahrscheinlich verneinen. Wir – Franka Ambros und Melissa Prey aus der 10a – haben an diesem Projekt teilgenommen und möchten euch mit diesem Artikel einen Einblick in diese nützliche Initiative geben. 

Zunächst fragt man sich bestimmt, was SchuBS bedeutet. SchuBS ist eine Abkürzung für „Schule und Beruf am Samstag“. Naja, der Name könnte ein wenig irreführend sein, denn Schubs findet nicht nur samstags (9 bis 16 Uhr) statt, sondern beginnt schon am Freitag Nachmittag (16 bis 19 Uhr). Wir beide haben insgesamt 180 Stunden über mehrere Monate hinweg in diesem Projekt verbracht. Es soll dazu dienen, jungen Menschen einen Einblick in die berufliche Praxis zu verschaffen und Entscheidungshilfen zu liefern, wie man sich beruflich orientieren möchte. Dabei findet SchuBS in zwei Bereichen statt: Einmal im Ausbildungszentrum von Benteler und dann an der Universität bzw. im Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe (b.i.b).

Im ersten Projektteil war unsere gesamte Gruppe bei Benteler. Dort lernten wir den Bereich der Mechanik kennen. Zum ersten Mal in unserem Leben erfuhren wir, was es bedeutet, Maschinen zu benutzen, denn wir mussten nicht nur mit der Hand pfeilen, sondern auch sägen und bohren. Zwar wurden wir dabei von den Maschinen unterstützt, aber es war trotzdem nicht nur ungewohnt, sondern manchmal auch ganz schön anstrengend. Für Neulinge wie uns im  Bereich der Technik war es gar nicht so leicht. Doch unsere Motivation, hier Neues kennenzulernen und der Praxis ein wenig näher zu kommen, hat uns über so manche mühselige Stunde hinweg gebracht. Neben der Arbeit an der Werkbank beinhaltet SchuBS aber auch eine Menge ergänzender Angebote. Dabei handelt es sich um Dinge wie Teamtraining, einen Kompetenzcheck, Berufsvorbereitung und Bewerbungstrainings.  Zudem mussten wir Prüfstücke erstellen, bei denen wir zeigen konnten, dass wir das Erlernte auch in der Praxis anwenden können.

Im zweiten Projektteil war uns freigestellt, wo wir unseren weiteren Weg bei SchuBS gehen wollten. Zur Auswahl stand Benteler und die Uni kombiniert mit dem b.i.b.. Franka entschloss sich, SchuBS bei Benteler fortzusetzen und dabei in Bereiche wie Robotertechnik, Elektrotechnik und 3D-Druck hineinzuschnuppern, während es Melissa zur Universität zog.  In der Universität durften wir uns an den Samstagsvormittagen Vorlesungen aus verschiedenen Bereichen der Technik anhören.  Mittags konnten wird das Gehörte in Workshops umsetzen. So wurde beispielsweise eine Platine mit LEDs gelötet und dann mit einem Gehäuse umzogen, das wir mithilfe eines 3D-Druckers erstellten. Darüber hinaus lernten wir zu programmieren und in diesem Zusammenhang auch eigene Computerspiele zu entwickeln. Das war nicht nur interessant, sondern hat auch viel Spaß gemacht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Projekt eine gute Möglichkeit ist, sich Einblicke ins Berufsleben zu verschaffen und seinen Horizont zu erweitern. Franka hat aufgrund der Erfahrungen bei SchuBS die Entscheidung getroffen, dass sie nach der Beendigung dieses Schuljahrs eine Ausbildung im Bereich der Elektrotechnik anfängt. Melissa hingegen will zunächst das Abitur machen, wobei die Erfahrungen mit SchuBS sicherlich den späteren Berufsweg stark mit beeinflussen werden.

Unser Fazit ist: Informiert euch über SchuBS. Es macht Spaß, ist interessant, liefert Entscheidungshilfen für die Berufswahl und man lernt zudem eine Menge neuer netter Leute kennen. Dabei muss man allerdings Durchhaltevermögen mitbringen, denn immerhin sind es 180 Stunden, die man von seiner Wochenend-Freizeit „opfern“ muss. Aber das lohnt sich.

Text: Franka Ambros, Melissa Prey/Fotos: B. Allroggen