Stella

Theaterbesuch der Klasse 9a im Theater Paderborn:

STELLA von Johann Wolfgang von Goethe

 

Klassenfoto

„Männer!“ – „Sie machen uns glücklich und elend!“

Darin sind sich Cäcilie und ihre neu gewonnene Freundin Stella einig. Jedoch wissen die beiden Frauen noch nicht, dass es derselbe Mann ist, der sie erst glücklich und dann elend gemacht hat. Fernando hat seine Ehefrau ohne Abschied und ohne Scheidung für die junge Baronesse Stella verlassen. Jahre später verlässt er auch Stella, denn seine Maxime ist sein eigenes Glück; wo es nicht vollkommen ist, kann er nicht bleiben. Er zieht in den Krieg und als er aus diesem zurückkehrt, findet er seine verlassene Frau und seine abgelegte Geliebte vor – und beide wollen ihn zurückgewinnen. Zum Schluss versöhnen sich alle drei miteinander…

Im Jahre 1776 sorgte Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) mit der Aufführung seines „Schauspiel für Liebende“ für einen Theaterskandal. Er hatte durchblicken lassen, dass man auch in einer Ehe zu dritt glücklich werden könnte.

Dieser Schluss führte auch bei den Schülerinnen der 9a zu großer Entrüstung. Schick in Schale geworfen trafen sie sich mehr oder weniger gespannt vor dem Neuen Theater Paderborn um gemeinsam ein klassisches Theaterstück von Goethe anzuschauen. Zwar waren sie dem Stück während der sehr requisitenarmen Inszenierung Dank der großartigen schauspielerischen Leistungen gebannt gefolgt, doch stellte sie der Schluss wirklich gar nicht zufrieden. So entwickelten sich auf dem Weg zum und auch noch beim abschließenden gemeinsamen Essen z. T. lebhafte und empörte Gespräche über diese „alternative Lebensform“ und die „dummen Frauen“ und man kam schließlich (fast) einhellig zum Schluss, „dass das ja gar nicht gehe“! Nach dieser abschließenden Feststellung konnte der Abend im Roadhouse schließlich doch noch fröhlich und harmonisch ausklingen.

                                                                                                                                                                  K. Reinstadler